Alternative Chinesische Medizin

Safran in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM)

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Die traditionelle chinesische Medizin (auch chinesische Medizin oder TCM) hat ihren Ursprung vor mehr als 2000 Jahren in China. Sie ist die traditionelle Medizin mit dem größten Verbreitungsgebiet und wird heute weltweit praktiziert. Zu ihren therapeutischen Verfahren zählen vor allem die spezielle Arzneitherapie, die Akupunktur sowie die Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten).

Die fünf Säulen der chinesischen Heilkunde machen Massagetechniken mit Bewegungsübungen (z. B. Tuina Anmo und Shiatsu, oder Qigong und Taijiquan) sowie eine am Wirkprofil der Medikamente ausgerichteten Diätetik komplett. In letzterer spielt Safran eine interessante Rolle.

Die chinesische Ernährungslehre orientiert sich an den Theorien der chinesischen Heilkunde und hier insbesondere auf der drogenkundlichen Tradition. Ebenso wie die Arzneimittel werden auch Lebensmittel durch Geschmacksrichtungen (scharf, süß, neutral, sauer, bitter, salzig) und Temperaturverhalten (kalt, kühl, neutral, warm, heiß) eingeordnet. Im Rahmen der Therapie werden entsprechende Lebensmittel nach Möglichkeit frisch, unbelastet und mit einfachen Methoden schonend zubereitet, zum Beispiel zu Breien, Suppen, Gedünstetem oder Abkochungen.

Ähnlich wie im Ayurveda wird Safran in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilmittel eine große Bedeutung zugeschrieben und auch heute noch zu vielen pharmazeutischen Zwecken genutzt. Die Inhaltsstoffe des Krokosblütengewächses, das in Europa vor allem als Gewürz genutzt wird, regen nach der chinesischen Lehre den Lebensfluss an. Indikationen sind Stoffwechselerkrankungen, Anämie, Unruhe, psychische Belastungen aber auch eine erhöhte Pulsfrequenz. Weil Safran die Fließeigenschaft des Blutes verbessert, schützt er auch vor Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), eine verbreitete Systemerkrankung der Schlagadern, die zu Ablagerungen von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden führt.

Die chinesische Diätetik findet nicht nur als Therapie von bereits bestehenden Erkrankungen Einsatz, sondern wird auch zur Gesunderhaltung angewendet. Deswegen ergibt es nicht nur aus kulinarischer Sicht Sinn, öfters mal ein leckeres Safrangericht zuzubereiten.