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Von griechischen Sagen bis in die Neuzeit: die Historie des Safrans

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Das teuerste Gewürz der Welt hat eine lange, bewegte Geschichte vorzuweisen: bereits im 16. Jahrhundert vor Christus Jahren wurde Safran auf Papyrusrollen erwähnt. Man beschrieb schon damals die heilende Wirkung von Safran und überlieferte so Rezepte und Tinkturen zu medizinischen Zwecken. Nervenleiden, Geschwüre und eitrigen Wunden wurden mit Safran behandelt.

Auch der legendäre griechische Arzt Hippokrates riet im 4. Jahrhundert vor Christus dazu, Safran gegen Krankheiten einzusetzen. Die Phönizier, ein antikes Händler- und Seefahrervolk des 1. vorchristlichen Jahrtausends, nutzen Safran ebenfalls.

Im antiken Rom sprühte man Safranwasser über hochrangige Theatergäste, um sie zu erfrischen, und streute wichtigen Persönlichkeiten Safranblüten auf ihrem Weg aus. Hochzeitsbetten wurden mit Safranstaub und Safranfäden geschmückt, was den lateinischen Satz „dormivit in sacco croci“ („er schlief in einem Bett aus Safran“) begründete. Gemeint war ein durch den Genuss von Safran ausgelöster euphorischer Zustand, der in der Hochzeitsnacht gewünscht war. In einer griechischen Sage tritt der Satz im Zusammenhang mit dem Gott Zeus auf.

Nymphen und Musen trugen in der griechischen Mythologie safrangelbe Gewänder, was weibliche Herrscherinnen später übernahmen. In diversen Kulturen wurden Hochzeitsschleier mit Safran gefärbt, was auch Läuse vertreiben sollte. Reiche Bürger färbten ihre Stoffe mit Safran goldgelb, und Goldschriften wurden durch den Einsatz von Safran imitiert.

Im 14. und 15. Jahrhundert war Venedig die Hauptstadt des Safranhandels. Es wurden sogar Kriege um das goldene Gewürz geführt, wie der Safrankrieg von Balsthal 1374. Das Fälschen und Strecken von Safran stand unter hohen Strafen, bis hin zur Todesstrafe. Sogenannte Safran-Schauer sollten die Echtheit des Safrans kontrollieren.

Im Mittelalter nutzte man Safran als desinfizierendes und schmerzlinderndes Mittel sowie bei Geburten, Frauenleiden, Haut- und Augenproblemen und Magenkoliken. Sogar Widersacher und Feinde wurden mittels Safran aus dem Weg geschafft, da das Gewürz ab 12 Gramm tödlich wirken kann. Andere reiche Bürger nutzten Safran als Rauschmittel.

Heute wird Safran als exquisites Gewürz, aber auch im Ayurveda, der chinesischen Medizin und der Naturheilkunde eingesetzt. Entdecken Sie bei uns das luxuriöse Wundermittel mit langer Geschichter, das schon die griechischen Götter begeisterte!