Swedischer Lussekatter

Die Schweden lieben Safran – und wir die schwedische Küche!

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Zwar wird Safran überwiegend in Afghanistan, Kaschmir, im europäischen Mittelmeerraum und im Iran angebaut, doch eigentlich könnte man ihn ähnlich wie Zimt und Kardamon auch als schwedisches Gewürz bezeichnen. Die Schweden lieben Safran einfach und verwenden ihn so häufig bei der Zubereitung ihrer Speisen wie keine andere europäische Nation.

Wir lieben die schwedische Küche, weil sie unkompliziert und einfach ist. Typisch für ihr kulinarisches Angebot ist eine ländliche Hausmannskost mit vielen Fisch- und Fleischgerichten und regionalen Zutaten wie Beeren und Pilzen. Daneben bietet die schwedische Küche aber auch eine Fülle an leckeren Backwaren und Süßspeisen– vor allem zur Weihnachtszeit!

Eines der bekanntesten und beliebtesten Backerzeugnisse Schwedens ist das typische Hefegebäck Lussekatter (auch Lussering), ein traditionelles Safrangebäck, das vor allem zur Weihnachtszeit aus dem Ofen gezaubert wird. Bei dem Klassiker handelt es sich um eine typischerweise mit Safran und Rosinen zubereitete Hefe-Teigware, die vor allem ab dem Luciafest (13. Dezember) gebacken und die gesamte Weihnachtszeit über geschlemmt wird. Ein leckeres Rezept für diese landestypische Delikatesse haben wir hier:

Zutaten Teig

300 g Mehl
1 Pck Trockenhefe
50 g Zucker
1 Prise Salz
50 g zimmerwarme Butter
130 ml lauwarme Milch

Zutaten Füllung

20-30 g Butter
1-2 TL Zimt
30 g Zucker
¼ TL Safranfäden

Zubereitung

Teig
Zuerst das Mehl mit der Trockenhefe, dem Zucker und dem Salz vermischen.
Die weiche Butter und die lauwarme Milch hinzufügen und zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Diesen dann mit einem Tuch abgedeckt an einen warmen Ort stellen und eine Stunde gehen lassen.
Danach den Teig möglichst quadratisch auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Sollte er zu klebrig sein, ein wenig Mehl hinein kneten.

Füllung

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen.
Für die Füllung die Butter schmelzen. Zucker, Zimt und den zerriebenen Safran untermischen und die Teigfläche großzügig damit einpinseln. Den Teig in 3 cm breite Streifen schneiden und zu Schnecken aufrollen. Die Springform buttern und mehlieren und mit den Schnecken bestücken. Auf mittlerer Schine die Safran-Zimt-Schnecken ca. 20 min goldbraun backen.
Tipp: Vor dem Backen noch ein paar Safranfäden und einen Rest Zimt-Zucker darauf verteilt damit die Schnecken karamellisieren.

Wir finden die Schnecken frisch aus dem Ofen mit Puderzucker bestäubt und mit Vanilleeis serviert am allerbesten!

 Lussekatter

Weitere beliebte Safran-Gerichte (oder sollten wir besser sagen „Safran-Gedichte“?) der Schweden sind das Safranbrot, Fischspeisen wie der gebeizte Kaffeelachs mit feiner Safran-Soße oder das einfache Gericht mit dem (für uns) komplizierten Namen „Saffranspannkaka“. Dieser Zungenbrecher ist ein wahrer Gaumenschmaus: ein gehaltvoller Milch-Sahne-Reis mit Safran nach einem Rezept von der schwedischen Insel Gotland. Einfach nur köstlich!

In der schwedischen Küche ist Safran ein Star und kann seine vielseitigen Qualitäten in voller Blüte zeigen. Das Krokusblütengewächs, das nur zwei Wochen im Herbst blüht und dessen getrocknete Stempelfäden als Gewürz verwendet werden, verleiht süßen und herzhaften Speisen nicht nur einen einzigartigen Geschmack, sondern auch auf ganz natürliche Weise eine tolle Farbe.